Reich des Todes von Rainald Goetz

Vive la crise: Dass Krisen auch Sternstunden für Autokraten sein können, behandelt Rainald Goetz in seinem neuesten Stück, das mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet wurde. Eine Zusammenfassung.

Inhalt

Es geht um den 11. September, den von George W. Bush ausgerufenen „Krieg gegen den Terror“ nach den Anschlägen und um die Konsequenzen, die daraus erfolgt sind wie die amerikanischen Gefangenenlager (Abu Ghraib) und die gesellschaftliche und globale Katastrophe. Die Figuren in Goetz‘ Stück nehmen die Positionen von Bush und den Verantwortlichen für Gräuel wie Abu Ghraib ein, erhalten allerdings andere Namen, die auch an historische Personen erinnern.

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Werkgeschichte

Goetz ist Historiker und Mediziner und schreibt sein Stück mit diesem Hintergrund: nüchtern, unemotional und wissenschaftlich. Goetz will mit seinem Stück eine Reflexion über Machtmissbrauch und Machtpolitik eröffnen und zeigt, dass Krisen auch Sternstunden für Autokraten sein können.

2021 wurde Reich des Todes mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet.

Aufführungsgeschichte

Die Uraufführung fand 2020 im Deutschen Schauspielhaus Hamburg statt, Regie führte Karin Beier.

2022 kann man das Stück im Burgtheater Wien unter der Regie von Robert Borgmann erleben. Ebenfalls Möglichkeiten, das Stück im nächsten Jahr zu sehen, bieten das Schauspielhaus Düsseldorf sowie das Schauspielhaus Köln.