Für Einsteiger bis Profis: Fünf Podcasts über Opern

Psychologisch, wissenschaftlich oder aus dem Blickwinkel von Jugendlichen: Diese Podcasts sind für Opernfans – und alle, die es noch werden wollen – spannend.

Tipp 1: Opera Reality

Ein „No Bullshit“-Leitfaden durch die Welt der Oper: So beschreibt sich der Podcast „Opera Reality“ selbst. Spießig? Pompös? Gibt es hier nicht. Künstler:innen liefern ihren Blick auf die Branche und erzählen von ihrem Arbeitsalltag. Es ist ein Podcast, der für junge Künstler:innen durchaus interessant ist, aber auch den Zuhörer:innen neue Perspektiven eröffnen.

Opera Reality

Tipp 2: Met Opera „Aria Code“

Alles was man über Oper wissen muss und mehr: Aria Code – die gefeierte Podcast-Kollaboration der Met mit den Studios WQXR und WNYC – bietet bereits drei Staffeln an. Die aktuelle Saison wurde erneut von der Grammy-prämierten Musikerin Rhiannon Giddens moderiert. Sie hatte 18 außergewöhnliche Künstler:innen zu Gast. Dazu zählen zum Beispiel Renée Fleming, Joyce DiDonato, Deborah Voigt und Pretty Yende.

Jede Folge wird zusätzlich von bekannten Schauspieler:innen, Schriftsteller:innen, Psycholog:innen, Wissenschaftler:innenn und anderen fachkundigen Gästen kommentiert. Der Podcast, den der New Yorker als „elegant konstruiert und mühelos hörbar“ bezeichnet, untersucht die größten Arien der Oper und ihre starke Relevanz für zeitgenössische Themen.

Met Opera

Tipp 3: Opernhaus Zürich

Einer dieser „Glücksfälle“, die aus der Corona-Pandemie entstanden sind – wenn man die Zeit irgendwie positiv sehen will. Das Opernhaus Zürich hat mit dem Podcast „Zwischenspiel“ ein Format geschaffen, das Fragen rund um diese außergewöhnliche Situation beantworten soll. Alle zwei Wochen waren Gespräche, Musik und Hintergrundinformationen zu hören. Neben Weltstars wie Thomas Hampson wurden dabei auch grundsätzliche Fragen beantwortet, die sich viele Kulturinteressierte stellen. Zum Beispiel: Sind Chöre Virenschleudern?

„Zwischenspiel des Opernhaus Zürich“

Tipp 4: OpernStoff – der junge Podcast der Wiener Staatsoper

In „OpernStoff“ nehmen Jugendliche und junge Erwachsene ihre Zuhörer:innen mit hinter die Kulissen der Wiener Staatsoper, führen Gespräche mit Künstler:innen und Mitarbeiter:innen und geben exklusive Einblicke zu spannenden Neuproduktionen des Opernhauses mit dem größten Repertoire der Welt.

Das Besondere: Nicht nur der Titel, sondern auch das Podcast-Konzept und die technischen Umsetzungen stammen federführend von den jungen Erwachsenen selbst. Jede Folge hat einen unterschiedlichen Schwerpunkt, z.B. Dramaturgie, Musik oder Technik. Dieser Podcast eignet sich auch gut für komplett Opernneulinge und erlaubt eine Eintauchen in die faszinierende Opernwelt.

Tipp 5: Fermate – aus der Oper Leipzig

Ebenfalls ein sehr junger Podcast ist „Fermate“ der Oper Leipzig. Dramaturgin Nele Winter ist hier federführend. Gesprächsthemen sind zum Beispiel Balletttraining unter den Bedingungen von Corona, musikalische Antidepressiva und Kunst im digitalen Raum. Der Podcast geht thematisch auch teilweise über Genregrenzen: Das aktuelle Staffelfinale widmet sich zum Beispiel dem Horror-Musicals „Sweeney Todd“. In der ersten Folge spricht Winter über schaurige Opern und Schwarze Romantik.

Fermate – Ein Podcast der Oper Leipzig

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