Rinaldo
Bild bereitgestellt von Stefan Leberer, Mladen Penev (Artwork enthält KI-generierten Inhalt)
Mit einem Paukenschlag beginnt Georg Friedrich Händel sein Opernschaffen in London: Sein 1711 uraufgeführter Rinaldo erzählt eine Geschichte von Kreuzrittern, die die heilige Stadt Jerusalem den „Ungläubigen“ entreißen wollen. Doch der christliche Krieger Rinaldo verliert sich bald auf einem unübersichtlichen Schlachtfeld zwischen Europa und dem Orient, zwischen Magie und Hexerei, zwischen Tugend und Sexualität. Was bedeutet Heldenmut überhaupt noch in einem Krieg um den rechten Glauben, der kaum zu gewinnen ist? Die Regisseurin Nadja Loschky stellt in ihrer Inszenierung nicht das Aufeinanderprallen zweier politisch-religiöser Systeme in den Mittelpunkt, sondern zeigt Rinaldo als Opfer eines brutalen Krieges, vor dessen innerem Auge die opulenten Bilder von Händels Oper erscheinen. Denn für seine Kreuzritter und osmanischen Krieger, für die christliche Prinzessin Almirena und die Zauberin Armida schrieb Händel seine vielleicht prachtvollste und abwechslungsreichste Partitur. Seine Arien sind einerseits Charakterstudien und treiben andererseits ein packendes Drama voran. Mit Francesco Corti steht einer der zur Zeit spannendsten Dirigenten von Barockmusik am Pult der Akademie für Alte Musik Berlin.
Koproduktion mit La Monnaie / De Munt Brüssel
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn
Location:
Theater an der Wien
Ort: Linke Wienzeile 6, 1060 Wien