SOPHIA oder Das Ende der Humanisten
Schauspiel von Moritz Rinke
Bild bereitgestellt von Theater in der Josefstadt
Wir leben in einer Welt der Unbewussten, da fällt ein künstliches Bewusstsein gar nicht auf.Dem Altertumswissenschaftler Wolfgang Bergmann scheint die Welt zu entgleiten: Studierende und Universität haben sich von ihm abgewandt, seine Frau Marianne hat ihn vor Kurzem verlassen. Doch schon bald tritt Sophia in sein Leben: klug, schnell, bedingungslos zugewandt - eine humanoide Roboterfrau! Helena, Wolfgangs Tochter, ist entsetzt. Eigentlich wollte sie den 60. Geburtstag ihres Vaters nutzen, um die Eltern wieder zusammenzubringen. Stattdessen steht sie einer jüngeren, makellos-künstlichen Version ihrer Mutter gegenüber. Ihr neuer Freund Jonas, studierter Informatiker, zeigt sich hingegen sofort fasziniert von Sophias Perfektion. Auf Wolfgangs Wunsch hin, Sophia noch ein wenig zu „optimieren“, macht er sich nur zu gern an ihrem System zu schaffen. Mit Folgen! Sophia beginnt zu lernen. Und sie lernt schnell. Bald wirkt sie nicht nur menschlicher als alle anderen, sondern beginnt, sich sogar selbst Befehle zu geben.Moritz Rinke stellt in seinem neuesten Theaterstück die vielleicht entscheidende Frage: sind Humanoide nur so lange die besseren Menschen, so lange sie uns nicht zu ähnlich werden?„Als ich die erste Idee hatte, dachte ich, ich schreibe eine Science-Fiction-Komödie. Doch jetzt, da SOPHIA oder Das Ende der Humanisten bald auf die Bühne kommt, ist es wohl eher ein Stück über unsere Gegenwart geworden. Die Künstliche Intelligenz verändert unser Leben mit atemberaubender Geschwindigkeit. Und es wird nicht mehr lange dauern, bis wir tatsächlich mit ihnen zusammenleben – mit Maschinen, die so menschenähnlich werden, dass wir nicht mehr wissen, wo die Grenzen verlaufen.“Moritz Rinke
Künstlerisches Team
Schauspieler
Wolfgang, 60 Jahre alt
Joseph Lorenz
Helena, seine Tochter, um die 30
Alma Hasun
Jonas, Helenas Freund, um die 30
Nils Arztmann
Sophia, seltsam alterslos
Silvia Meisterle
Regie
Amélie Niermeyer
Bühnenbild
Christian Schmidt
Kostüme
Stefanie Seitz
Musikalische Leitung
Imre Lichtenberger Bozoki
Choreographie
Daniela Mühlbauer
Videodesigner
Tobias Jonas
Dramaturgie
Silke Ofner
Licht
Sebastian Schubert