Deutsch von Daniel Kehlmann
Der arme Junge. Getauft und beschnitten in ein und derselben Woche, was kann man da erwarten?
Großmutter Emilia
„Seinen Namen im Familienalbum zu verlieren ist wie ein zweiter Tod“, heißt es zu Beginn von Leopoldstadt, und es scheint die Aufgabe des monumentalen neuen Stücks von Tom Stoppard zu sein, gegen diesen zweiten Tod anzuschreiben:
Benannt nach Wiens zweitem Bezirk, ehedem jüdisches Viertel und nunmehr Heimat zahlloser in den Boden eingelassener Gedenksteine, erzählt Leopoldstadt die Geschichte der großbürgerlichen Familie Merz über vier Generationen. Stoppard verfolgt die Familiengeschicke von 1899 bis 1955 und stellt dabei historisch bedingt die Welt der Familie Merz nicht nur einmal auf den Kopf. Das wechselvolle Schicksal der Textilfabrikantendynastie scheint dabei direkt mit der unheilvollen Geschichte Österreichs verwoben zu sein.
In seinem bislang persönlichsten Stück stellt sich der große englische Dramatiker Sir Tom Stoppard in einer späten Auseinandersetzung auch seinen jüdischen Wurzeln.
Leopoldstadtplay
SchauspielerInnen
- Marianne Nentwich
- Herbert Föttinger
- Martina Stilp
- Maria Köstlinger
- Ulrich Reinthaller
- Susa Meyer
- Günter Franzmeier
- Alexandra Krismer
- Oliver Rosskopf
- Michaela Klamminger
- Silvia Meisterle
- Sona MacDonald
- Susanna Wiegand
- Fiona Ristl
- Paula Nocker
- Roman Schmelzer
- Martina Ebm
- Oliver Huether
- Paul Matić
- Patrick Seletzky
- Jakob Elsenwenger
- Michael Dangl
- Paul Matić
- Tobias Reinthaller
- Raphael von Bargen
- Joseph Lorenz
- Emma Trifu / Carla Unger
- Clara Bruckmann / Ariana Stöckle
- Theo Kapun / Paul Eilenberger
- Cornelius Bruckmann / Philipp Gruber-Hirschbrich
- David Stöckle / Samuel Fischer
- Markus Lipp
Künstlerisches Team
- Regie
- Janusz Kica
- Bühnenbild und Kostüme
- Karin Fritz
- Musik
- Matthias Jakisic
- Dramaturgie
- Matthias Asboth
- Licht
- Manfred Grohs




