Der südafrikanische Tenor Katleho Mokhoabane singt Tito.

Wir brauchen Clemenza Di Tito

Atha Athanasiadis, 04.03.2026

Mehr Milde, mehr Nachsicht, mehr Gnade braucht die Welt. Das wusste schon Wolfgang Amadeus Mozart – und damals gab es weder Social Media noch Trump. Jan Lauwers, der Bildermaler, wird La clemenza di Tito jetzt an der Staatsoper neu auf die Bühne bringen. Als großes, spannendes Sängerfest.

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Ist es visionär, wenn ein Komponist 1790 eine Oper schreibt, deren Inhalt 2026 so aktuell ist, dass es weh tut? Oder ist die Menschheit einfach zu – verzeihen Sie den Ausdruck – deppert, um dazuzulernen? Oder hat Mozart einfach, wie bei allen großen Stücken der Geschichte, ein universelles, großes Thema in Noten gefasst, das immer gültig ist? Es sind rhetorische Fragen. Die Antwort ergibt sich aus Frage zwei und drei.

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