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Schlag nach bei Ovid! Die „Metamorphosen“ des römischen Dichters – genauer gesagt der darin enthaltene Kallisto-Mythos – inspirierten den italienischen Barock-Komponisten Francesco Cavalli zu seiner 1651 uraufgeführten Oper „La Calisto“. Wobei sich Cavalli, dessen Werke Mitte des 17. Jahrhunderts zu den meistgespielten in Europa zählten, dem düsteren Stoff ein wenig lebensfroher näherte. In ihren Grundzügen blieb die Geschichte aber gleich: Als die Welt nach einem Feuer in Schutt und Asche liegt, will sie Obergott Jupiter wieder mit Wasser versorgen. Dabei verliebt er sich in die Nymphe Calisto, die von seinen Annäherungsversuchen aber nichts wissen will, hat sie sich doch dem Keuschheitskult der Göttin Diana verschrieben. Und ausgerechnet in ebendiese Diana transformiert sich nun der listige Jupiter, um Calisto zu verführen – und zum tragischen Überfluss auch noch zu schwängern. Das entfacht vor allem für die völlig Schuldlose eine Katastrophe, denn nun tritt Juno, Jupiters Gattin, zornig vor Eifersucht auf den Plan und verwandelt Calisto in eine Bärin. Am Ende hat Jupiter ein Erbarmen und erhöht Calisto zum Sternbild des Großen Bären.
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