Ab 3. Oktober im Vestibül: „Die Kopien“ mit Justus Balamohan Maier und Hans Dieter Knebel.

Wer bin ich - und wenn ja, wie viele: „Die Kopien“ im Vestibül

Sarah Wetzlmayr, 03.10.2025

Während des Studiums entzündete sich Sebastian McKimms Begeisterung für die britische Dramatikerin Caryl Churchill. Nun inszeniert er ihr Stück „Die Kopien“ im Vestibül. Ein Text, der Fragen zu Individualität, Originalität, Selbsterkenntnis, Technik und Macht aufwirft. Wir haben ihn während der Proben getroffen.

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Mit sieben oder acht hätte ihm sein Vater zum ersten Mal den Hollywoodfilm „Sunset Boulevard“ gezeigt, erzählt der aus Irland stammende Regisseur Sebastian McKimm und seine Mundwinkel wandern dabei ein Stückchen nach oben. Sein Lächeln suggeriert, dass er sich der Tatsache, dass Billy Wilder beim Drehen seines Films vermutlich eine etwas andere Zielgruppe im Kopf hatte, vollkommen bewusst ist. Darum soll es jetzt aber nicht gehen. Sondern darum, dass sich McKimm noch gut an jene Momente erinnern kann, in denen ihn die Frage nicht mehr losließ, wie Wilder und seine Crew wohl die ikonische Einstiegsszene gefilmt hätten, in der Joe Gillis, gespielt von William Holden, leblos im Pool treibt. „Schon damals habe ich mir Gedanken über die Umsetzung gemacht“, hält er fest.

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