Um am Wiener Theaterparkett bestehen zu können, muss man die Balance halten können. Lotte de Beer auf dem Dach der Volksoper beweist mit diesem Foto: Sie ist standhaft – und schwindelfrei.

Was Lotte de Beer mit der Volksoper vorhat – ein Ausblick

Atha Athanasiadis, 14.06.2021

Sie tritt erst im September 2022 als Direktorin an. Aber schon jetzt haben zwei BÜHNE-Leserinnen Lotte de Beer in die Interview-Mangel genommen. Ein spannender Zukunfts-Talk auf Augenhöhe.

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Es ist Freitagfrüh, Lotte de Beer sitzt entspannt in einer der Probebühnen der Volksoper. Durch eine große Glasfront schaut man in gerade richtiger Höhe über den Gürtel – und zwar so, dass man die Blech­kolonnen der Autos nicht sieht, dafür aber die architektonische Schönheit der Gürtelbögen. Die Aufregung in den Volksopern-Fan-Zirkeln der Stadt ist groß. Was war geschehen? Ein paar misanthrope Kulturfeuilletonisten hatten Gerüchte zu Wahrheiten verdichtet und so bei Volksopern-Fans für gehörige Verunsicherung und Angst um „ihr“ Haus gesorgt. Was also plant Lotte de Beer wirklich? Untergang? Auferstehung? Oder ganz etwas anderes? Weil Reden die Menschen zusammenbringt, haben wir zwei Volksopern-Fans und ­BÜHNE-Leserinnen – Sylvia Archmann und Christine Piswanger-Richter – gebeten, einen Fragenkatalog zusammen­zustellen, der Klarheit bringen und so für mehr Verständnis sorgen soll.

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