Jörg Ratjen wurde 1963 in Bremen geboren. Vor seinem Wechsel ans Burgtheater war er am Schauspiel Köln engagiert.

Von Wiedergängern und Wiederbegegnungen

Sarah Wetzlmayr, 17.10.2025

Ein Wiederholungstäter im besten Sinne. Nach rund fünfzehn Jahren in anderen Städten begeistert Jörg Ratjen seit letzter Spielzeit wieder das Burg-Publikum. Unter anderem in Ibsens „Gespenster“.

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Jörg Ratjen sitzt in der Kantine des Akademietheaters. Vor ihm steht ein Soda Zitron. Ein Getränk, das nicht einfach nur ein Getränk ist, sondern auch ein ganz klarer Hinweis darauf, dass sich dieser Mann in Wien auskennt. Und dem ist auch so. Von 2006 bis 2011 war der in Bremen geborene Schauspieler mit den markanten Gesichtszügen schon einmal am Burgtheater engagiert. Nach einem rund zweijährigen Intermezzo als freier Schauspieler gehörte er mehr als zehn Jahre zum Ensemble des Schauspiels Köln, mit Stefan Bachmann kam er nun wieder nach Wien. „Ich muss dir ja nicht viel sagen, du weißt, worum es geht“, habe Bachmann damals im ersten Gespräch über die Burg zu ihm gesagt, erinnert sich Ratjen. Zum Zeitpunkt des Interviews geht es für den Schauspieler vor allem um eine Sache: die Proben für „Gespenster“, die letzte Übernahme aus dem Repertoire des Schauspiels Köln. Wobei der Begriff „Übernahme“ nicht ganz stimmt, wirft Jörg Ratjen ein. „Es ist keine reine Reproduktion, denn wir erfinden viele Dinge neu, loten an einigen Stellen auch Nähe- und Distanzverhältnisse neu aus.“

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