Theu Boermans beim BÜHNE-Fotoshooting.

Theater, das Geschichte schreibt

Klaus Peter Vollmann, 05.12.2023

Heute bejubelt. Morgen entlassen, geflohen, deportiert, tot­geschwiegen. Die Volksoper stellt sich der eigenen Vergangenheit und arbeitet mit der Revue „Lass uns die Welt vergessen“ das Jahr 1938 und seine Folgen auf. Regiestar Theu Boermans inszeniert die beispiellose Bewältigung.

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Sinn der Feier. Wenn die Volksoper am 14. Dezember auf ihren 125. Geburtstag anstößt, tut sie dies nicht nur in angemessener Euphorie, sondern auch mit dem nötigen Respekt: jenen Menschen gegenüber, die das Haus am Gürtel in den 1930er-Jahren zur populären Hochburg dynamischer Unterhaltung gemacht haben und die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder politisch einwandfreien Haltung von einem Tag auf den anderen von den Programmzetteln verschwanden.

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