Täuschen, tarnen und verführen: „Im Taubenschlag“ im Kosmos Theater

Sarah Wetzlmayr, 12.10.2026

Im popkulturellen Kontext werden Spioninnen gerne als „Honeytraps“ verharmlost. Das Stück „Im Taubenschlag“ spielt mit diesen Klischees, weist gleichzeitig aber auch auf Themen wie Desinformation und Korruption hin. Darüber hinaus geht es in Veronika Glatzners Inszenierung um Wien als „Stadt der Spion*innen“. Wir haben die Regisseurin und die Schauspielerin Halka Jeřábek Třešňáková im Kosmos Theater getroffen.

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Sie täuschen, tarnen und verführen – und zwar nach allen Regeln der Kunst. Das Stück „Im Taubenschlag“ zeigt zwei Agentinnen und eine ehemalige Politikerin bei ihren Versuchen, mit den Mitteln der Spionage Journalist*innen auszuhorchen und pro-russische Propaganda zu verbreiten. Der Titel kommt nicht von ungefähr: Schon im ersten Weltkrieg und im Kalten Krieg wurden Tauben zur militärischen Spionage eingesetzt. Zudem scheint es so, als würden die grauen Vögel – zu Unrecht häufig „Ratten der Lüfte“ genannt – einfach im Stadtbild verschwinden, es sei denn, sie „scheißen einem auf den Kopf“, wie es im Stück von Barbara Juch heißt. Die Verbindung zur Spionage ist offensichtlich.

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