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Alfred Jarry brauchte 1896 nur ein einziges Wort, um einen Theaterskandal auszulösen: „Merdre!“ Mehr als 130 Jahre später bringt Burgtheaterdirektor Stefan Bachmann Jarrys grotesken König Ubu auf die Bühne – und zwar nicht nur den berühmten ersten Teil, sondern gleich alle drei Ubu-Stücke. Kurz vor der Premiere wurde die Produktion selbst vom Unberechenbaren eingeholt. Joachim Meyerhoff musste aus gesundheitlichen Gründen aussteigen. Vielleicht passt gerade das zu Jarry. Denn bei ihm gerät ohnehin alles aus den Fugen: Sprache, Macht, Moral, Theaterkonventionen. Sein Ubu ist feige und größenwahnsinnig, kindisch und brutal, Spießbürger und Anarchist zugleich.
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