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Bei Interviews ist es normalerweise so, dass Erzählzeit und erzählte Zeit nicht deckungsgleich sind. In der Regel ist der Zeitraum, um den es im Gespräch geht, sehr viel länger und ausufernder als die Zeit, die benötigt wird, um davon zu erzählen. Auch bei unserem Interview mit Jérôme Junod und Robert Neiser ist das so. Wir sprechen über den von ihnen ins Leben gerufenen Studiengang Stage Narration und Jérôme Junod spult zurück, um vom Anfang des Entstehungsprozesses zu berichten: Die Idee sei zunächst zwischen ihm und der Regisseurin und Festivalleiterin Anna Luca Krassnigg entstanden, berichtet er. „Es war vor allem unser gemeinsamer Wunsch, das dramatische Schreiben wieder verstärkt an der klassischen Dramatik zu orientieren, der uns zu diesen Überlegungen gebracht hat. Und auch zur Frage, wie man einen Ort schaffen könnte, an dem unter anderem Dialogführung verstärkt erforscht und unterrichtet wird.“
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