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In der Yogapraxis gibt es unter anderem eine Reihe herzöffnender Übungen und Posen. Das mag im ersten Moment vielleicht seltsam chirurgisch klingen, hat mit Operationen am offenen Herzen aber ganz und gar nichts zu tun. Es bedeutet auch nicht, dass sämtliche Herzensangelegenheiten plötzlich unkontrolliert aus einem herauspurzeln. Bleibt dennoch die Frage: Was hat eine derartige Feststellung in einem Theatermagazin verloren? Luk Perceval, vielfach ausgezeichneter Theatermacher mit belgischen Wurzeln und Yogaausbildung, beginnt seine Probentage gern mit morgendlichen Yogastunden. So auch am Wiener Volkstheater, wo er gerade die Proben zu „Rom“, einer Verschmelzung von vier Shakespeare-Stücken zu einem Abend, aufgenommen hat. Außerdem ist der Regisseur das beste Beispiel dafür, was es bedeutet, wenn man sein fürs Theater schlagendes Herz auf der Zunge trägt.
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