Stefanie Reinsperger hat längst den größten Adelstitel des Wiener Publikums verliehen bekommen: den Verlust des Vornamens. „Die“ Reinsperger ist nach vielen Jahren in Deutschland 2024 endlich wieder an die Burg zurückgekehrt und bezaubert, berührt und regt mit ihrer schauspielerischen Brillanz auf, wie wenige andere Schauspieler*innen. Ein Publikumsliebling eben.

Reinspergers Äpfelspalten

Atha Athanasiadis, 04.12.2025

Zuerst wird sie Äpfel verteilen und sich dann in einem der wahnwitzigsten Monologe der Theatergeschichte selbst bezichtigen: So macht Stefanie Reinsperger Handke zum Hit.

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Theater kann so g’sund sein. Keine Ahnung, wie sehr Peter Handke Menschen mag, Äpfel mag er. Also wird Stefanie Reinsperger auch am Premierenabend im Dezember durch die Reihen des Akademietheaters gehen und Äpfelspalten verteilen. So wie Ende Oktober 2015, als das Handke-Stück „Selbstbezichtigung“ Premiere feierte. Das war damals in einem der kleinsten Theater Wiens – im Volx in Margareten –, in das nur 170 Zuschauer passen. Es wurde ein Theatertriumph für Stefanie Reinsperger und den Regisseur Dušan David Pařízek – und ein Stück, das Reinsperger seither quer durch ganz Europa gespielt hat. Aber lassen wir doch das Zweite-Hand-Gequatsche unsererseits. Es ist doch viel gescheiter, wenn uns die Protagonistin alles selber erzählt.

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