Bejun Mehta, seit nunmehr 24 Karrierejahren hell leuchtender Stern auf dem Countertenor-Himmel, erobert mit seinem erst dritten „Giulio Cesare“ die Bühne des Theaters an der Wien.

Reifer Römer, sexy Queen: Giulio Cesare in Egitto am Theater an der Wien

Stefan Musil, 15.12.2021

Die bereits dritte „Giulio Cesare in Egitto“-Produktion gönnt sich Roland Geyer zum Finale seiner Intendanz. Counter-Star Bejun Mehta ist der Cesare, als Cleopatra verführt ihn Louise Alder. Keith Warner inszeniert.

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Von ersten, zweiten und dritten Dingen. Bejun Mehta war 2019 der Allererste, der als Countertenor Händels Giulio Cesare an der Mailänder Scala interpretierte. Sein Rollendebüt hat er 2004 in Pittsburgh gegeben. Im Theater an der Wien steht er jetzt zum dritten Mal damit auf der ­Bühne. 2002 sang er noch Cleopatras durchgeknallten Bruder Tolomeo unter Marc Minkowski im Wiener Konzerthaus: „Das war am Anfang meiner Karriere. Ich stieg dann rasch zu den Hauptrollen auf, war Orlando, Rinaldo, Bertarido in ‚Rodelinda‘.“ Der Cesare blieb die seltenste seiner Händel-Rollen.

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