Das Unsägliche zeigen. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs feiert die NS-Elite im burgenländischen Rechnitz ein rauschendes Fest. Im Zuge dieser Nacht werden 180 jüdische Zwangsarbeiter 
erschossen. Das Theater in der Josefstadt zeigt das Stück in der Saison 2021/2022.

Rechnitz (Der Würgeengel) von Elfriede Jelinek

Theresa Steininger, 17.11.2021

Elfriede Jelinek setzt mit ihrem Stück Rechnitz (Der Würgeengel) dem kollektiven Verschweigen und Verdrängen einen sprachgewaltigen und eindringlichen Text entgegen.

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Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, die Rote Armee stand bereits vor der Tür, feiert die Gräfin Batthyány im burgenländischen Rechnitz ein großes Fest, bei dem auch ranghohe NSDAP-Mitglieder dabei sind. Im Laufe des Abends werden Waffen verteilt und 180 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter erschossen. Bis heute ist nicht geklärt, wie der Tathergang genau war. Zeugen wurden ermordet, die Bevölkerung schwieg und vertuschte. Elfriede Jelinek setzt sich in ihrem Werk, in dem auch zahlreiche Zeitzeugen zu Wort kommen, just mit dem Verschweigen und Verdrängen auseinander.

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