Laura N. Junghannss tudierte Regie an der Folkwang Universität der Künste. Nach zweijähriger Regieassistenz am Schauspiel Dortmund folgten erste eigene Inszenierungen. Seit 2016 realisiert sie zudem eigene Filmarbeiten. „Prima Facie“ ist nach „Der Termin“ und „Die Cousinen“ ihre dritte Arbeit am Volkstheater.

„Prima Facie“: Alles aufs Spiel setzen

Sarah Wetzlmayr, 28.09.2023

„Prima Facie“ ist ein Stück, dem man sich derzeit nicht entziehen kann. Und das ist gut so, ist Regisseurin Laura N. Junghanns, die den Text über sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch in der Dunkelkammer inszeniert, überzeugt.

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„Prima Facie“, der 2019 uraufgeführte Monolog aus der Feder der australischen Autorin Suzie Miller, ist das Stück der Stunde. 2020 wurde es mit dem Olivier Award, der höchsten Auszeichnung im britischen Theater, ausgezeichnet, seit Frühjahr 2023 ist es am New Yorker Broadway zu sehen. Im deutschsprachigen Raum wird der Monologabend in dieser Spielzeit an insgesamt fünfzehn verschiedenen Häusern gezeigt. Wobei die Formulierung „Stück der Stunde“ einen (hoffentlich) viel zu eng bemessenen Zeitrahmen für ein solch dringliches und hochaktuelles Theaterstück vermittelt. Selbst „Stück des Jahres“ wäre in dieser Hinsicht noch deutlich zu kurz gegriffen.

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