Jan-Christoph Gockel über „UKRAINOMANIA“.

Politische Poesie

Sarah Wetzlmayr, 12.01.2026

Jan-Christoph Gockels Theater ist Rock ‘n‘ Roll. Es ist auch: Schauspiel, Musik, Illustration, Humor, Groteske und Menschenliebe. Und manchmal ist es auch eine Zugfahrt in die Ukraine, um dort nach den Spuren Joseph Roths zu suchen. Sicher ist: Es ist ein Erlebnis. Für alle.

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Wie möchten Sie sich diesem Thema annähern? So oder so ähnlich könnte eine entspannte Einstiegsfrage in ein Gespräch mit einem Theaterregisseur oder einer Theaterregisseurin lauten. Ein klassischer Eisbrecher, wenn man so möchte. Den braucht es jedoch nicht, wenn man sich mit Jan-Christoph Gockel unterhält. Nach der Probe ist der vielbeschäftigte Regisseur immer noch voll in Fahrt, plaudert sofort drauflos und hält seine in beachtlicher Geschwindigkeit geformten Ge- danken lässig auf Schiene. Der in der Nähe von Kaiserslautern geborene Theatermacher gehört außerdem zu jener Sorte Regisseur*innen, die selbst solch entspannten Einstiegsfragen mit dem genau richtigen Maß an Spannung begegnen. Wobei man in seinem Fall vielleicht sogar von leichter Anspannung sprechen könnte, denn wenige Tage nach unserem Gespräch wird er mit seinem Ensemble in die ukrainische Stadt Lviv reisen. Vorher kommen die ukrainischen Kolleg*innen aber noch nach Wien, wie er freudestrahlend bemerkt.

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