Als ausgebildetem Schauspieler fällt es Tomasz Konieczny noch leichter, den von ihm gesungenen Figuren psychologische Tiefe zu verleihen.

Mensch und Mythos

Klaus Peter Vollmann, 20.04.2026

Auch die Flucht vor Gläubigern kann eine Oper hervorbringen. „Der fliegende Holländer“ ist inspiriert von einer eilig angetretenen Seefahrt Richard Wagners. Tomasz Konieczny leiht der Titelfigur seinen imposanten Bassbariton. Zum ersten Mal in Wien.

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Unheil zu Wasser. Unglück zu Land. Wiewohl ein Frühwerk Richard Wagners und mit 135 Minuten Aufführungsdauer untypisch kurz, ist auch „Der fliegende Holländer“ inhaltlich alles andere als leichte Kost. Nach einem Sturm verschlägt es den Seefahrer Daland kurz vor seiner Heimkehr in eine Bucht, wo auch ein anderes Schiff krachend vor Anker geht. Dessen Kapitän ist der legendäre Holländer, wegen Gotteslästerung dazu verdammt, ewig über die Weltmeere zu segeln. Nur eine ihn bis in den Tod treu liebende Frau könnte ihn von diesem Bann befreien. Als der Holländer erfährt, dass Daland eine Tochter – Senta – hat, hält er um deren Hand an. Daland bietet ihm seine Gastfreundschaft an und gewährt ihm Unterkunft. Senta steigert sich in romantischer Weise in das Schicksal des Fremden hinein und stürzt sich am Ende ins Meer, wodurch der Holländer tatsächlich Erlösung findet.

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