Sebastian Pass und Sophie Prusa stehen im Stück „Nero“ in Melk auf der Bühne.

Machtgierige Herrscher, ihre Prätorianer und Dichter

Theresa Steininger, 04.07.2022

Mehrere Theaterfestivals befassen sich heuer mit der Frage, wie Kaiser und Könige ihre Stärke auf Unterstützer oder auch auf das Tun von Künstler*innen aufbauten.

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„Für dich muss man irgendwann einen Nero schreiben.“ Das sagte der Intendant der Sommerspiele Melk, Alexander Hauer, einst zu Darsteller Sebastian Pass. „Das ist schon einige Jahre her, Sebastian spielte damals Napoleon in Krieg und Frieden und beeindruckte mich in seiner Verbindung zwischen brandgefährlich und zerbrechlich. Das damals flapsig Dahingesagte tauchte nun durch die gesellschaftspolitische Relevanz wieder aus dem Hinterkopf auf.“ So ließ man auch wegen des Hauptdarstellers, vor allem aber wegen der aktuell wieder interessanten Frage, wie viele Mittäter ein Täter braucht, ein Schauspiel von Jérome Junod namens „Nero“ kreieren, das am 1. Juli in Melk uraufgeführt wurde.

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