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An eine einzige Forderung hat Lydia Haider ihre Hausautorinnenschaft am Wiener Volkstheater geknüpft: „Ich möchte im Haus sitzen und schreiben.“ Klingt nach einer ebenso essenziellen wie logischen Rahmenbedingung für die Arbeit einer Hausautorin? Ist es auch, wenn es nach der in Steyr geborenen Sprachkünstlerin und Musikerin geht. „Der Vorteil liegt vor allem darin, dass man auf diese Weise total mit dem Haus verschmilzt. Man lernt die Strukturen kennen, bekommt Konflikte und Stimmungen mit und kann diese sofort in das eigene Schaffen einbauen. Außerdem lernt man die Schauspieler:innen auf ganz andere Weise kennen als bei einer Probe oder der gemeinsamen Tschick danach.“ Als Arbeitszimmer nutzt sie das holzvertäfelte und denkmalgeschützte „Führerzimmer“, mit dem sich das Theater 1938 auf einen möglichen Besuch Adolf Hitlers vorbereitet hatte.
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