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Das Handy liegt stets griffbereit. Keren Kagarlitsky entschuldigt sich für das, was jeder versteht. Die Dirigentin stammt aus Israel und will permanent für ihre Familie erreichbar sein. Zeitweise habe sie das Gefühl, dass nicht nur auf der Bühne von „Lass uns die Welt vergessen“ die Ebenen von Realität und künstlerischer Fiktion verschwimmen würden, sondern dass dies auch in ihrem Dasein so sei. „Es ist so, als hätte ich keinen Kontrast zwischen Arbeit und Leben. Einen Tag nach dem Überfall der Hamas auf Israel musste ich ‚La Cenerentola‘ dirigieren, was wirklich schwer für mich war, weil das eine ausnahmslos fröhliche Oper ist. Mittlerweile hilft mir diese Kontrastlosigkeit beim Komponieren. Ich wache morgens auf, schaue und lese die Nachrichten, weine und fange dann an zu komponieren. Das ist seit Wochen mein Alltag.“
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