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Ich will hier keinesfalls behaupten, meine letzte Kolumne über Verwandtschaft sei irgendwie in der Verwandtschaft auf taube Ohren gestoßen. Man könnte fast sagen, die Ohren der oben genannten Verwandtschaft waren ganz und gar hellhörige, wenn auch ungnädige gewesen. Und hier muss ich also zum Canossagang antreten, mich mit der neunschwänzigen Katze bearbeiten, dass es knallt wie hunderte Sektkorken, muss mich in meinem Vergehen wälzen und „Mea culpa!“ schreiend durch einsame Gassen dieser Stadt laufen. Spannenderweise hat die gesamte Verwandtschaft von St. Petersburg über Wien bis nach New York nichts, rein gar nichts dagegen, wenn ich ziseliert feine, schöne Dinge über sie verfasse. Von diesem, von zartem Lobgesang geprägten Wege aber darf ich mich nicht straflos entfernen. Manche würden das sogar als exstatische Jubelraserei bezeichnen, die auf wohlgeneigte Köpfe treffen soll. Dabei ist eine ungeschönte Kolumne wie ein Selfie ohne Filter. Liebevoll ehrlich! Aber eben nicht von jedem ersehnt. Egal. Die Schreibenden laufen zu jedem Zeitpunkt ihrer Entwicklungsstufe und auf jeder Biegung und Kreuzung ihrer Laufbahn (daher heißt diese auch Laufbahn und nicht Schwebebahn; in Gefahr schwebt man deutlich seltener und weit wahrscheinlicher auf rosaroten Wolken mit der Kennziffer sieben) Gefahr, Dramen auszulösen.
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