Ingeborg Schwab, Sonja Romei und Tamara Semzov in „Fallen“.

Im Falle des Falles: Das Stück „Fallen“ in der Drachengasse

Sarah Wetzlmayr, 17.11.2022

Was passiert, wenn es plötzlich keine logische Verkettung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mehr gibt? Das Stück „Fallen“ beschäftigt sich ebenso eindringlich wie humorvoll mit dieser Fragestellung.

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„Als ich ‚Fallen‘ schrieb, hatte ich gerade meine Zwanziger hinter mir gelassen und die Welt ihren Yes We Can-Optimismus“, schreibt Autorin Anna Gschnitzer über ihren Theatertext „Fallen“, der noch bis 26. November in einer Inszenierung von Isabella Sedlak im Theater Drachengasse zu sehen ist. Sie setzt fort: „Ich schrieb diesen Text mit dem Jahr 2015 im Rücken, aus dem Gefühl heraus, dass sich da gerade etwas Grundlegendes verändert hatte, in der Welt und gleichzeitig in mir. Ja, ich empfand diese Zeit als Zäsur, als einen Moment, in dem sich die Zeit, in ihrer Seinsform überhaupt, veränderte. Ich hatte sie mir nämlich bis dahin linear vorgestellt.“

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