Lotte de Beer (l.) inszeniert, Wallis Giunta (r.) singt.

Hoffmann erzählt. Die Muse macht.

Klaus Peter Vollmann, 01.06.2026

Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“ ist ein fantastisches Sammelsurium mit breitem Interpretationsspielraum. Lotte de Beer lässt in ihrer Inszenierung die Muse in Gestalt von Wallis Giunta ordnend ins Geschehen eingreifen. Und fördert so den Dialog von Kunst und Künstler.

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Es gibt Opern, deren Libretti sich nicht auf den ersten Blick erschließen. Und es gibt Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“. Eine „fantastische Oper“ in fünf Akten – eigentlich drei plus Vor- und Nachspiel – des berühmtesten Operettenkomponisten Frankreichs, die erzählerisch in einer eigenen Liga spielt. Im Wesentlichen basiert das 1881 posthum in Paris uraufgeführte Werk auf drei Erzählungen E. T. A. Hoffmanns, in denen die Muse versucht, den Künstler seines unglücklichen Liebeslebens zu entreißen und für die Literatur zurückzugewinnen.

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