Samouil Stoyanov beim Proben in der Ukraine.

Heute spielen wir

Sarah Wetzlmayr, 12.01.2026

Das Ensemble von „Ukrainomania“ über den Krieg als Folie, den Widerstandsgeist der Ukrainer*innen und ein Theater, das noch mehr als anderswo im Hier und Jetzt stattfindet.

Werbung

Eines vorneweg: Es gab in diesen drei Tagen in Lviv keinen einzigen Raketen- oder Drohnenalarm. ‚You had good luck!‘, sagte eine ukrainische Kollegin zu uns.“ Mit diesen Worten beginnt Stefan Suske, Ensemblemitglied am Volkstheater, von jener Reise zu erzählen, die ihn, seine Kolleg*innen und das Regieteam von „Ukrainomania“ Anfang Dezember in die Ukraine führte. Tatsächlich liegt Lviv, das während der Österreichisch-Ungarischen Monarchie Lemberg hieß und zu Österreich gehörte, im eher ruhigeren Westen des Landes. Es ist jene Stadt, in der der jüdische Schriftsteller Joseph Roth zur Schule ging und in der er Teile seines Studiums absolvierte. Vor dem Zweiten Weltkrieg machte die jüdische Bevölkerung mehr als ein Drittel der gesamten Stadtgemeinschaft aus.

Weiterlesen

Werbung