Ensemble-Trio mit Requisiten. Timothy Connor (links) spielt Prinzessin Sherifa, Tobias Hechler (Mitte) ist König Hamed, und Johannes Bamberger (rechts) verkörpert dessen Mutter. Alle drei fungieren auch als Erzähler.

Hamed und Sherifa: Unbeschreiblich weiblich

Klaus Peter Vollmann, 08.04.2024

Was ist ein Mann? Was ist eine Frau? Die Geschlechtergrenzen werden in Zad Moultakas Familienoper „Hamed und Sherifa“ ebenso lustvoll wie scharfsinnig überschritten. Alle Rollen – auch Prinzessin und Mutter – übernehmen ziemlich maskuline Sänger.

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XX oder XY. Die beiden Chromosomenpaare entscheiden bekanntlich über das biologische Geschlecht: männlich oder weiblich. Wir kennen aber auch das soziale Geschlecht, das bestimmt, was von Frauen und Männern in einem gewissen Kontext erwartet wird, was ihr oder ihm erlaubt ist und was an ihr oder ihm wertgeschätzt wird. Dieses variiert wiederum je nach Gesellschaft. Darüber hinaus gibt es auch nonbinäre Geschlechtsidentitäten, Menschen, die sich außerhalb der zweigeteilten Geschlechterordnung verstehen, irgendwo dazwischenliegen oder in keine Kategorie passen (wollen). Ganz schön kompliziert, oder? Eigentlich nicht, denn letztendlich geht es um Offenheit, Respekt,Toleranz.

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