Barbi Markovićs Poproman „Die verschissene Zeit“ führt uns in das Belgrad der Neunzigerjahre. Imre Lichtenberger Bozoki hat den Text auf die Bühne gebracht. Die Fassung stammt von der Autorin und der Dramaturgin Anna Laner.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten: „Die verschissene Zeit“ im Kosmos Theater

Sarah Wetzlmayr, 08.01.2026

„Die verschissene Zeit“, eine Bühnen-Adaption des gleichnamigen Romans von Barbi Marković, ist eine musikalische Zeitreise ins Belgrad der Neunzigerjahre. Für das Ensemble war die Arbeit an dem Stück ein emotionaler Rollercoaster. Wir haben den Regisseur und Musiker Imre Lichtenberger Bozoki und die Musikerin und Komponistin Jelena Popržan getroffen.

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„Wir müssen immer aufpassen, dass die Neunzigerjahre nicht zurückkehren, dass wir die Neunzigerjahre nicht wieder in die Welt rufen. Dass wir die Neunziger in uns und in den anderen Leuten nicht wieder zum Leben erwecken“, schreibt Autorin Barbi Marković in dem von ihr und ihren Freund*innen erdachten Pen-&-Paper-Rollenspiel, auf dem ihr Roman „Die verschissene Zeit“ basiert. Regisseur Imre Lichtenberger Bozoki, der das Buch gemeinsam mit seinem Team für die Theaterbühne adaptiert hat, hält sich nicht an diesen Appell. Zum Glück. Mit viel Musik und auf einer mit Outdoor-Klettergerüsten ausgestatteten Bühne lässt das insgesamt achtköpfige Ensemble – zu dem er als Musiker auch selbst gehört – zurück ins Belgrad der Neunzigerjahre reisen. Und mit ihm auch das Publikum.

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