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„Die Ziege oder Wer ist Sylvia?“ von Edward Albee feierte in den Kammerspielen Premiere. Es behandelt das heikle Tabuthema Sodomie, auch wenn sich Martin das Wort verbittet. Er beharrt darauf, sich in die Titelheldin Sylvia verliebt zu haben. Eine Ziege. Gattin Stevie, von Ross, Martins bestem Freund, über die unerfreuliche Nebenbuhlerin brieflich aufgeklärt, steigert sich voll allzu verständlicher Wut, gemischt mit wortgewaltigem Zynismus, in jenen Furor hinein, dem oben genannte Ziergegenstände im Dutzend zum Opfer fallen. Sohn Billy, schwul, fragil und spätpubertär, liebäugelt zunächst noch sarkasmustriefend damit, das Thema bei seinem nächsten Schulreferat aufzugreifen, um dann hilflos zu- bzw. wegschauen zu müssen, wie seine Eltern in die Schlacht ziehen.
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