Ganz schön bunt

Klaus Peter Vollmann, 07.10.2026

Homogen ist langweilig. Divers macht Spaß. Das gilt nicht nur für Renate Welshs Klassiker „Alle Kinder nach Kinderstadt“, mit dem das TdJ in die neue Direktion startet, sondern auch für das Theater selbst.

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Fußballfans, Tennischampions, Radauvögel, Ruhesuchende, Best Ager, Kinder. Weil die kollidierenden Neigungen unterschiedlicher Gesellschaftsschichten und daraus resultierende Konflikte an den Nerven des Stadtrats zerren, beschließt er kurzerhand, jeder Interessengruppe eine eigene Stadt zuzuweisen. Fein säuberlich voneinander getrennt sollen die Menschen hinkünftig unter Kuppeln leben. „Das Plastik ist hochmodern, wärmespeichernd und sonnendurchlässig, kann glänzen wie ein Regenbogen und ist sonst unsichtbar. Drinnen hat es immer eine angenehme Temperatur, es riecht nie, ist faktisch selbstreinigend. Es ist ein hochintelligentes Material, das sich völlig auf die Bedürfnisse seiner Benutzer*innen einstellt“, erklärt der Opa seiner Enkelin Eva. Auch die beiden – nicht nur verwandt, sondern auch eng befreundet – müssen fortan getrennt voneinander leben. Ein Umstand, den Eva von Anfang an nicht akzeptiert.

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