Sinem Altan ist in Ankara geboren und bestand im Alter von elf Jahren die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik in Berlin. Altan ist Pianistin, Komponistin, Musikalische Leiterin des Atze Musiktheaters und hat mit Lotte de Beer bereits in mehreren Produktionen erfolgreich zusammengearbeitet. Am 4. Dezember um 11 Uhr hat „Keloglan und die 40 Räuber“ Premiere an der Volksoper.

Frau Altan, wie geht Komponieren überhaupt?

Atha Athanasiadis, 28.11.2022

Macht Komponieren einsam? Warum braucht unser Alltagswahnsinn mehr Keloglane? Wer ist das überhaupt? Und ist Märchenkonzert ein Genre? Sinem Altan über „Keloglan und die 40 Räuber“ und ihre transkulturelle Musik.

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So geht Mediterraneo: „Es war einmal im fernen Anatolien, noch vor langer Zeit, als die Kamele noch Nachrichten verkündeten und die Flöhe Haare frisierten, ein kleiner kahlköpfiger Junge namens Keloglan …“ Generationen von Großeltern erzählen Generationen von Kindern Geschichten, die so beginnen. In der Türkei, in Griechenland (da variiert der Name, je nach türkeifreundlicher Einstellung der Erzähler), in Süditalien. Im rosa Haus am Gürtel (vulgo Volksoper) wird sich am 4. Dezember kurz vor 11 Uhr vormittags die Komponistin und Pianistin Sinem Altan an den Flügel setzen und im Rahmen ihres Märchenkonzerts „Keloglan und die 40 Räuber“ mit genau den oben erwähnten Worten starten. Altan, in Ankara geboren, ist Musikalische Leiterin des Maxim Gorki Theaters in Berlin und hat mit Lotte de Beer mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet: für die „Bohème“-Produktion (2013) in der Kammeroper und „Tango Türk“ in Berlin, das Altan gemeinsam mit Kerem Can auch komponiert hat.

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