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Mausig. Das momentan auf sämtlichen sozialen Plattformen omnipräsente Adjektiv, das so viel wie „süß“ bedeutet, wird beim Fotoshooting mit dem Regisseur und Dramaturgen Sebastian von Lagiewski etwas anders ausgelegt. Und zwar ist das mit der Auslegung durchaus wörtlich zu verstehen, denn schon liegen sechs Mäuseköpfe neben Lagiewski, der auf dem Boden der Probebühne des Theaters der Jugend sitzt. Nur um es kurz festzuhalten: Natürlich handelt es sich nicht um echte Köpfe, sondern um sechs Masken, die die Kostümabteilung des Theaters für seine Produktion mit dem Titel „Der überaus starke Willibald“ angefertigt hat. Halb Fabel, halb Parabel zeigt die Geschichte, wie sich eine Gruppe von Mäusen von einem scheinbar starken Anführer zu bedingungslosem Gehorsam verführen lässt. Aus Angst vor einer erfundenen Gefahr, in Gestalt einer Katze, schwingt sich Mäuserich Willibald zu einem autokratischen Führer auf. Die Redewendung „Nur mit Speck fängt man Mäuse“ könnte man in Zusammenhang mit der Erzählung also in „Nur mit Angst fängt man Mäuse“ abwandeln.
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