Seán McDonagh auf dem Lusterboden des Burgtheaters, wo auch die Proben für „Lysistrata“ stattfinden.

Energiegeladen

Sarah Wetzlmayr, 26.02.2026

Seán McDonagh mag die Überforderung. Auf der Bühne bringt er seine Gedanken deshalb nicht mit Energiesparlampen, sondern mittels Starkstrom zum Leuchten. Demnächst tut er das in der Komödie „Lysistrata“.

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Ich liebe es, über Theater zu sprechen“, hält Seán McDonagh mitten im Gespräch fest. Eine Tatsache, die der in Hamburg geborene Schauspieler mit irischen Wurzeln gar nicht hätte verbalisieren müssen. Man merkt es bereits beim ersten Satz, den er abfeuert. Wir sitzen in der Kantine der BURG, auf der großen Bühne wird gerade Nestroy geprobt. „Zehn Minuten Pause“, tönt es laut und deutlich über den Lautsprecher, was den Schauspieler jedoch nicht davon abhält, seinen zwischen Begeisterung und Nachdenklichkeit changierenden Redefluss fortzusetzen. Ohnehin sei er, wie McDonagh im Laufe des Gesprächs betont, nicht der allergrößte Fan von Pausen. Wenn er gefordert wird, vielleicht sogar ein bisschen überfordert ist, käme er am einfachsten in einen Zustand, in dem er gut arbeiten kann.

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