Geboren 1966 in Wien, Schauspieler, Autor, Regisseur, Musiker und Komponist. Er absolvierte sein Schauspielstudium am Konservatorium der Stadt Wien. Es folgten Engagements im In- und Ausland. Gernot Plass ist Gründungsmitglied des TAG und seit der Spielzeit 2013/14 dessen künstlerischer Leiter. Für zwei seiner Inszenierungen war er für den Nestroy-Preis nominiert.

Elisabeth im Abseits: Gernot Plass über „Maria Stuart“

Sarah Wetzlmayr, 03.05.2024

Nach Shakespeares „Heinrich V“ hat sich Gernot Plass nun Schillers „Maria Stuart“ gewidmet. Ein „perfekt gebautes Stück", so der Theatermacher. Warum er das so empfindet und weshalb Shakespeare dennoch seine erste große Theaterliebe bleibt? Wir haben mit ihm gesprochen.

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Shakespeare, seine erste große Theaterliebe, hat Gernot Plass vorübergehend für einen anderen verlassen. Sie werden es dem Vorspann bereits entnommen haben – die Rede ist von Friedrich Schiller, dessen „Maria Stuart“ Plass für das TAG überschrieben und ebendort auf die Bühne gebracht hat. „Vor Schiller habe ich allergrößten Respekt“, antwortet der Regisseur und künstlerische Leiter des TAG, als wir ihn fragen, wie er seine Beziehung zu Friedrich Schiller beschreiben würde. Er setzt nach: „Shakespeares Stücke sind wilder, robuster und manchmal auch nicht so perfekt wie die seines Dichterkollegen. Während Shakespeares Unholde auch sympathisch sein können, sind bei Schiller die Bösen immer richtig böse und die Guten immer wirklich gut.“

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