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Ann ist erst seit kurzem in der Knopffabrik angestellt. Sie sortiert Knöpfe, die Frauennamen tragen und eine unheimliche Faszination ausstrahlen. Während der Arbeit dringen immer wieder seltsame Geräusche zu ihr durch, die jedoch nur sie hören kann. Außerdem scheint es ganz normal zu sein, dass am laufenden Band Arbeiterinnen aus der Fabrik verschwinden. Die vermeintliche Geborgenheit eines sicheren Arbeitsverhältnisses in unsicheren Zeiten steht den unheimlichen Mechanismen, die sich im Verborgenen der Fabrik abspielen, gegenüber. In ihrem 1953 produzierten Hörspiel „Knöpfe“ etabliert Ilse Aichinger eine Wirklichkeit, die auf subtile und zugleich unheimliche Weise von der Realität abweicht. „Es fühlt sich so an, als würde sie ein Brennglas auf die Realität legen“, sagt Regisseurin Bérénice Hebenstreit, die das Hörspiel im Theater Nestroyhof Hamakom auf die Bühne bringt. „Es ist spannend, mit diesen konkreten Situationen und Figuren umzugehen, gleichzeitig aber viele Dinge offenzulassen, weil jeder Satz mit einer zweiten Ebene ausgestattet ist.“
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