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Shakespeares vermutlich letztes Stück „Der Sturm“ ist keines, das sich so einfach in eine Schublade stecken lässt. Selbst die vielzitierte Frage „Ist es eine Komödie? Ist es eine Tragödie?“, mit der Thomas Bernhard eine seiner Erzählungen betitelte, greift im Falle des „Sturms“ viel zu kurz. Man könnte sagen, dass das auf einer abgelegenen Insel spielende Stück innerhalb der Shakespeare‘schen Stückelandkarte selbst eine Insel ist – nicht wirklich eine Komödie, aber auch keine richtige Tragödie und schon gar kein Königsdrama. Prospero, der Luftgeist Ariel, seine Tochter Miranda und der Rest des „Sturm“-Personals hüpfen lieber von einer Schublade zur nächsten, anstatt sich in einer von ihnen einsperren zu lassen.
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