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In Nestroys Komödie „Zu ebener Erde und erster Stock" geht es drunter und drüber, und zwar nicht nur im metaphorischen Sinne. Die musikalische Satire ist nämlich unter anderem dafür bekannt, dass ihre Handlung simultan auf zwei Ebenen stattfindet. Während der Spekulant Herr von Goldfuchs im ersten Stock sein Vermögen verliert, kommt der mittellose, im Erdgeschoss lebende Tandler Schlucker durch ein unverhofftes Erbe zu einer beachtlichen Summe Geld. Mit dem eigenen sozialen Abstieg konfrontiert, zieht Goldfuchs ins Erdgeschoss, Schluckers sozialer Aufstieg führt dazu, dass er in den ersten Stock umziehen kann. Die alte Ordnung steht Kopf. Bei der Uraufführung des Stücks im Jahr 1835 sorgten die Idee der parallel geführten Handlungsstränge sowie das dazugehörige Bühnenbild für eine Sensation.
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