Szene aus der Inszenierung von Willy Decker.

Die tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold

Theresa Steininger, 11.05.2022

Ein Psychothriller wurde zur erfolgreichsten Oper des Komponisten, der auch in Hollywood reüssierte. Eine Zusammenfassung.

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Paul lebt in Brügge ganz im Gedenken an seine tote Frau Marie, die jung verstorben ist. Er hat ihr sogar ein Erinnerungszimmer eingerichtet, wo er mit Blumen geschmückte Fotos, ihre Laute und eine Flechte ihres Haares unter einem Glassturz aufbewahrt. Auf einem Spaziergang sieht er die Tänzerin Marietta, die ein komplettes Ebenbild Maries ist. Trotz der Warnungen seines Freundes Frank gibt er sich ganz der Faszination dieses Traumbildes hin. Immer mehr vermischt er Vorstellung und Wirklichkeit. Als Marietta ihn besucht, gibt er ihr auch Schal und Laute Maries. Sie singt mit ihm das Lied "Glück, das mir verblieb" und begleitet sich selbst auf dem Instrument. Für Paul fließen die Bilder der beiden Frauen immer mehr ineinander. Marietta ist eine Tänzerin, die in Brügge mit Meyerbeers Oper "Robert der Teufel" gastiert, in der sie eine von den Toten Auferstandene spielt.

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