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Er deutet es vorab an. „Nichts ist in Ordnung, weder in Frankreich noch Österreich“, sagt Reinhard von Nagel am Telefon. Erst beim Termin wird klar, dass seine Worte auch ihn persönlich, nicht nur das Weltgeschehen, betreffen. In seiner Werkstatt im traditionellen Handwerkerviertel Faubourg Saint-Antoine im elften Arrondissement von Paris summen keine Holzsägen. Da dringt nicht das metallische Klingen angezupfter Saiten ans Ohr. Da beugt sich niemand konzentriert über technische Pläne. Stattdessen ist da ein Mann auf einem Gehstock mit ergrauten Haaren. Vier Cembali sind ihm geblieben. Die meisten Maschinen hat er verkauft. Die Mitarbeiter („bis zu 29“) mussten gehen. Die Arbeit steht nach fast 50 Jahren still.
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