Gern gesehene Gäste. 2012 gründeten Bush Moukarzel und Ben Kidd Dead Centre. Nach „Die Traumdeutung nach Sigmund Freud“ und dem Wittgenstein-Abend „Alles, was der Fall ist“ sind sie mit „Katharsis“ nun ein weiteres Mal am Burgtheater zu Gast.

Der dritte Streich: Dead Centre über „Katharsis“

Sarah Wetzlmayr, 14.03.2023

Ein Theaterabend als Anatomiestunde. In ihrer dritten Arbeit am ­Burgtheater beschäftigt sich das britisch-irische Regie- und Autoren-Duo Dead Centre mit dem Körper als Reservoir von Geschichten. Und stellt sich dabei Fragen wie: Wer darf wen verkörpern?

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Im Grunde ist diese Theatersache ja schnell erklärt: Der Vorhang geht hoch, ein Mensch steht auf einer Bühne. Vielleicht sind es auch mehrere, die gar nicht stehen, sondern gehen, sitzen, liegen, rennen oder sich unterhalten. Aus der Dunkelheit des Zuschauer*innenraums folgen ihnen unzählige Augenpaare auf Schritt und Tritt. Vielleicht sind manche von ihnen nur noch halb geöffnet, der Ballast des Tages, die wohlige Wärme im Saal und das schwere Parfum der Sitznachbarin drücken auf die Augenlider.

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