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Wie kommt man von dem Gefühl, ständig etwas zu verpassen, zu der Erkenntnis, dass alles schon so passt, wie es gerade ist? Zu diesem erleichterten „Passt schon“, das stets von einem befreienden Ausatmen begleitet ist? Wie löst man sich von dem Gefühl, in einem muffigen Zugabteil sitzen zu müssen, während draußen das pralle Leben an einem vorbeizieht? Genau diesen Fragen – und vielen weiteren, die damit zusammenhängen – widmet sich Regisseur Ran Chai Bar-zvi in seinem Stück „FOMO“ in der Dunkelkammer des Volkstheaters. Als echter Bahnprofi weiß er ganz genau, wovon er spricht: „Durch meine Arbeit reise ich sehr viel. Oft sitze ich im Zug und freue mich schon sehr auf mein nächstes Projekt, habe gleichzeitig aber das Gefühl, mein Leben zu verpassen. Vor allem dann, wenn ich weiß, dass all meine Freund*innen gerade zusammensitzen. Es ist eine permanente Zerrissenheit.“ Sicher ist: Derlei Gefühlszustände machen es einem nicht unbedingt leicht, das Leben in vollen Zügen zu genießen.
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