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Die drei gewichtigsten Schimpfworte, die Alt-Wien zur Verfügung hatte, waren laut dem klugen Sprachprofessor Oswald Panagl „Subjekt“, „Individuum“ und „Kreatur“. Sie dienten dem zornigen braven Christen als das, was ihm im Andachtsmodus „Glaube, Liebe, Hoffnung“ bedeuteten. Sie entfalten geradezu verheerende Wirkung, begleitet von abschätzigen Adjektiven („verkommenes Subjekt“, „infame Kreatur“), aber auch ohne: „Sie Individuum!“ Wenn man am Charakter des anderen zweifelte, raunte man: „Der ist mir net suspekt.“ Die schmucklose Bezeichnung als „ein Charakter“ hingegen schließt gütiges Verzeihen für allfällige Absonderlichkeiten ein.
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