„Black Box" zerlegt die Illusionsmaschine in ihre Einzelteile, ohne dass dabei der Zauber von Theater verloren geht.

Black Box: Phantomtheater gegen den Phantomschmerz

Sarah Wetzlmayr, 22.02.2021

Rimini Protokoll machen das Theater in „Black Box" nicht zu einem Museum, sondern zu einem Ort, an dem Erinnerungen Schicht für Schicht abgetragen werden. Was dabei am Ende ganz klar hervortritt? Die große Sehnsucht nach Theater.

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Die Reise ins Innere des frisch renovierten Volkstheaters beginnt im etwas einengenden Kassenhäuschen. In Warteposition mit einem leichten Anflug von Nervosität. Der vorsichtige Blick nach draußen ins Foyer beruhigt: Alles okay, aber verdammt leer hier. Wie lange es noch so bleiben wird, kann einem auch die Kopfhörerstimme nicht sagen, der man in den nächsten 90 Minuten durch sämtliche Schaltzentralen der Simulationsmaschine folgen wird. Über das Theater an sich weiß sie jedoch ziemlich viel. Unter anderem, dass es nicht nur Sprache, sondern auch „Raum, Geruch, Adrenalin und Gemeinschaft“ ist. Auch wenn vor allem Letzteres in den vergangenen Monaten hauptsächlich zum Gegenstand von Erinnerungen geworden ist.

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