Benamor ist ein Mann, der so erzogen wurde, dass er glaubt, eine Frau zu sein, und gleichzeitig von einer Sopranistin gespielt wird, was zu einer doppelten Verkleidung führt. – Marina Monzó, Sopranistin

„Benamor“: Wer bin ich?

Atha Athanasiadis, 19.01.2026

Ein Bub, der kein Bub ist und das nicht weiß. Ein Mädchen, das kein Mädchen ist und das auch nicht weiß. Dazu mitreißende Operettenmelodien der 1920er-Jahre. Das ist „Benamor“, der Hit gegen den Winterfrust im Theater an der Wien.

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Was für ein Spaß. Also nicht der, der so klingt, wie ein Deutscher ihn ausspricht, im Stechschritt gesagt und mit hartem Ende. Sondern der, der klingt, wie wenn ihn ein Wiener beschreibt. Mit einem auslaufenden „ssssssss“ und am Schluss ein bisserl mit der Stimme runtergehend und all die Heiterkeit und Ausgelassenheit meinend, die Leichtigkeit des Lebens eben ... Dinge, die wir alle mehr als notwendig haben, bevor die Energiefresser des Lebens und die Düsterheit des Winters uns narrisch werden lassen. Musikalisch gesehen ist das alles die Operette. Sollte das sein. Wird das sein. Und zwar demnächst im Musiktheater an der Wien.

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