Cornelius Obonya als Tevje in der Wiener Volksoper.

Anatevka von Jerry Bock

Theresa Steininger, 16.02.2023

Seine Töchter an den richtigen Mann zu bringen, ist für den jüdischen Milchmann Tevje gar nicht so einfach. Hier lesen Sie auch die traurigen Hintergründe der nur teils unbeschwerten Geschichte.

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Es sind harte Zeiten für die jüdischen Bewohner des Städtchens Anatevka, wo das Stück 1905 spielt. Doch Tevje, der Milchmann, lebt wie ein „Fiedler auf dem Dach“: fröhlich, obwohl er jederzeit in Gefahr schwebt, herunterzufallen. Seine größte Sorge ist es derzeit, seine drei Töchter an respektable Männer zu verheiraten. Die Heiratsvermittlerin empfiehlt für die Älteste, Zeitel, den Fleischer Lazar Wolf. Doch Zeitel liebt den armen Schneider Mottel. Tevje gibt nach – und erfindet gegenüber seiner Frau Golde die Geschichte, dass ihm im Traum Wolfs verstorbene Frau und Großmutter Zeitel erschienen sind und von einer Ehe mit Lazar abgeraten haben. Auf der Hochzeit tauchen plötzlich russische Soldaten auf, die den Juden ihre Abhängigkeit demonstrieren.

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