Rieke Süßkow ist Hausregisseurin am Volkstheater.

Geschichten aus dem Wiener Wald: Alles Walzer

Sarah Wetzlmayr, 09.12.2025

Der Walzer ist nicht nur Dreh- und Angelpunkt in Rieke Süßkows Inszenierung der „Geschichten aus dem Wiener Wald“, er ist auch Spiel- und Sprechsystem. Was das mit dem Aufbrechen von Mustern zu tun hat, erzählt die Regisseurin im Interview.

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Man kann es drehen und wenden, wie man will – Ödön von Horváths 1931 uraufgeführtes Stück „Geschichten aus dem Wiener Wald“ wird – tragischerweise – vermutlich nicht so schnell an Aktualität verlieren. Das weiß auch Regisseurin Rieke Süßkow, die schon lange mit dem Gedanken spielt, dieses fast ikonische Volksstück auf die Bühne zu bringen. „Ich dachte kurz, ob es nicht zu sehr auf der Hand liegt, das Stück im ersten Jahr hier zu machen. Gleichzeitig hat es, hundert Jahre nach seiner Entstehung, nicht an Dringlichkeit verloren. Im Gegenteil“, so Süßkow, die nach einer kurzen Pause hinzufügt: „Nicht nur, was die Wirtschaftskrise und den aufkommenden Faschismus in Europa angeht, sondern auch was die Gewalt gegen Frauen betrifft.“

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