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Während draußen die Sommersonne die Stadt auf Betriebstemperatur bringt, streifen wir auf der Probebühne des Volkstheaters durch das verschachtelte, mit mehreren Levels ausgestattete Bühnenbild von „Macbeth“. Schnell wird klar: Probebühnen sind Orte, an denen nicht nur die Welt, sondern auch das eigene Zeitgefühl ordentlich auf die Probe gestellt wird. Ist es elf oder doch schon 14 Uhr? Das leicht flaue Gefühl im Magen verrät: Die Mittagspause hat noch nicht stattgefunden. Das Eintrudeln von Karoline Reinke und Nicolas Frederick Djuren bringt Klarheit in die Sache: Es ist gerade erst zehn Uhr vormittags. Die beiden Ensemblemitglieder des Volkstheaters beschäftigen sich im Moment intensiv mit dem Gefühl, sich in parallel existierenden Welten zu verlieren. Nicht nur deshalb, weil sie ihr Arbeitsweg tagtäglich an diesen Raum und Zeit aushebelnden Ort führt, sondern auch aus folgendem Grund: Für Rieke Süßkows „Macbeth“-Inszenierung begeben sie sich gerade immer tiefer in die Welt des Gamings hinein.
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