Von links nach rechts: Sascia Ronzoni, Jonas Graber, Frank Engelhardt, Valentin Späth und Mino Dreier.

Ab ins Grüne

Sarah Wetzlmayr, 18.05.2026

Gras anfassen? Für Regisseurin Claudia Waldherr kein Problem. Das Bühnenbild ihrer Inszenierung des Jugendromans „Wolf“ besteht sogar aus echten Bäumen.

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Den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen? Das gilt nicht für Claudia Waldherr. Sie steht vor ihrem aus echten Bäumen bestehenden Bühnenbild im Theater im Zentrum und winkt fröhlich. Obwohl die Premiere ihrer Inszenierung von Saša Stanišićs Jugendbuch „Wolf“ unmittelbar bevorsteht, wirkt sie gelassen und aufgeräumt. Es scheint so, als befänden sich die ursprünglich aus dem Waldviertel stammende Regisseurin und ihr fünfköpfiges Ensemble alles andere als auf dem Holzweg. Um das Publikum wirklich in den im Jugendroman beschriebenen Wald eintauchen zu lassen, hatten sie und der Bühnenbildner Daniel Sommergruber die Idee, nicht etwa eine Waldlichtung zu zeigen, sondern mehrere Bäume auf der Bühne zu platzieren. Diese wurden, wie Waldherr erklärt, drei Tage vor Aufbau des Bühnenbilds von Förstern im Wiener Umland geerntet.

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